Fundgegenstände weisen auf eine Besiedlung schon in der Bronze- und Hallstadtzeit hin. Die Illyrer und Kelten siedelten hier ebenso wie die Römer. Anschließend machten sich die Bajuwaren seßhaft und mischten sich mit der Bevölkerung. Erste schriftliche Hinweise auf den Ort "Prugg in Pinzgrey" finden sich aus den Jahren 1227 (über einen Tausch des Schlosses "Vischarn" - heutiges Fischhorn), sowie 1232 (Besitzbestätigung des Papstes Gregor IX).
Schon von alters her ist eigentlich das Wappen nicht nur Symbol der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, sei es nun einer Familie oder einer größeren Vereinigung wie etwa Staat, Land oder Gemeinde, es ist auch Ausdruck einer engen Verbindung der Menschen, die zu dieser Gemeinschaft gehören. Schon gleich nach dem Zweiten Weltkrieg sind hier in Bruck die Bemühungen zur Schaffung eines eigenen Gemeindewappens wieder intensiviert worden, es entstand ein neuer Entwurf, der sogar in das amtliche Siegel der Gemeinde aufgenommen wurde. Nach langem Überlegen entschloß man sich zu einem sogenannten "sprechenden Wappen", das von Prof. Mag. Gerd Nowotny geschaffen wurde und das dann von der Salzburger Landesregierung am 17. September 1976 der Gemeinde auch tatsächlich verliehen wurde: Dieses Wappen zeigt im silbernen Schild einen grünen dreispitzigen Berg, davor eine silberne zweijöchige Brücke über einem blauen Wellenschildfuß. Es wird also im Wappen durch die Brücke über die Salzach der Name des Ortes ausgedrückt und die Verbindung mit St. Georgen wird durch die symbolisierten Drei Brüder zum Ausdruck gebracht.
H e r k u n f t d e s N a m e n
Obwohl bis zum Jahre 1938 St. Georgen eine eigene selbständige Gemeinde war, soll hier sowohl in der Erläuterung von Namen, Lage und Gestalt der ganze Gemeindebereich als Einheit behandelt und betracht werden. Es ist außerdem vorweg festzustellen, daß gerade in der vorgeschichtlichen Sicht der Ortsteil St. Georgen und in gleicher Weise auch der Ortsteil Bruck ganz bedeutsame Gebiete sind, die allen schon aus dieser Sicht jeden Gemeindeangehörigen mit einem gewissen Stolz und mit besonderer Achtung vor dieser Vergangenheit erfüllen könne.
Der Name Bruck stammt eindeutig von der Brücke über den Fluß. In der Schreibweise kommt er, der damaligen Übung entsprechend, immer wieder ganz verschieden vor, man kannte ja keine einheitliche Rechtschreibung, man schrieb eher nach dem Gehör oder nach dem Empfinden; demgemäß liest man in Urkunden von einem Prugge, einem Prug, Brug, Brukke und schließlich Bruck. Wer in der Geographie Bescheid weiß, weiß auch, daß eine ganze Reihe von Orten ebenfalls den Namen von einer bedeutenden Brücke ableitet. Es ist daher notwendig geworden, dem Namen eine Zusatzbezeichnung zu geben; meist geschah dies durch die Anfügung des Flusses, den diese Brücke überquert, wie etwa bei Bruck an der Mur, Bruck an der Leitha, Vöcklabruck (Bruck an der Vöckla), oder Bruck an der Lafnitz. Es ist gelegentlich verwunderlich, daß man hier nicht auch den überquerten Fluß, die Salzach, als Zusatzbezeichnung genommen hat, hier ist aber die Lage im Verwaltungsbezirk als Unterscheidungsangabe beigefügt worden, der Name Pinzgau also, der Ort hieß früher "Bruck im Pinzgau". Bruck erhielt dann im Zuge des Baues der Großglockner-Hochalpenstraße mit der Fertigstellung der Nordrampe eine andere Zusatzbezeichnung, die auf die Lage an dieser prachtvollen Bergstraße hinweist; seit 1935 heißt der Ort "Bruck an der Großglocknerstraße".

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